Anspringen

Tipp der Woche: Anspringen

Welpen springen häufig an Menschen hoch. Was anfangs vielleicht noch ganz lustig ist, kann später zu Anzeigen führen. 😕

Sei diese Woche IMMER SCHNELLER als dein Welpe. Jedes Mal, wenn er ankommt, gibst du ihm ein Leckerli BEVOR er dich anspringt.

Warst du zu langsam und er springt doch, dreh dich einfach weg und beachte ihn gar nicht, auch nicht, wenn alle vier Pfoten auf der Erde sind. Versuche einfach, beim nächsten Mal schneller zu sein.

Vielleicht spielt ja die ganze Familie mit?  😎

Dann hast du am Ende der Woche einen Welpen, der nie oder nur noch selten anspringt.

Claudia Hußmann

11 Replies to “Anspringen”

  1. Pingback: Fragen zum Welpen und zur Welpenerziehung

  2. Hallo Claudia, mein Welpe ist 4,5 Monate alt und freut sich jedes Mal, wenn er aus dem Zwinger gelassen wird. Dann kriegt er sich nicht mehr ein und springt immer wieder an der Person hoch und will spielen. Wenn ich ihn dann nach unten drücke oder an mich ran, versucht er mir ins Gesicht zu springen. Ich gebe ihm klare Kommandos Nein Pfui und nach einer Weile hört er damit auf. Er muss sich immer erst austoben. Soll ich das weiter dulden oder seine Freude sofort unterdrücken?

    Danke und Gruß Jens

    • Mmhh ja, was soll ich dazu sagen. Ganz ehrlich bin ich gegen Zwingerhaltung. Wenn ein (erwachsener) Hund mal ein paar Stunden im Zwinger bleiben muss und ansonsten bei der Familie leben darf, kann man das machen. Aber wenn der Hund größtenteils im Zwinger gehalten wird, finde ich es nicht okay.
      Ich gehe also jetzt mal davon aus, dass dein Junghund nur mal vorübergehend für kurze Zeit in den Zwinger muss. Dass er sich freut, wenn er dann wieder da raus darf, ist verständlich. Ich halte auch nichts von runterdrücken und für einen Hund, der nicht gelernt hat, was Nein oder Pfui heißt, sind die Signale so klar wie Gulaschsuppe. 🙁

      Da ich auch eine Hundepension habe, ist die Situation bei mir Alltag, dass ein Hund aus seinem Zimmer gelassen wird. Ich habe zwar Rudelhaltung, aber nachts oder wenn ich mal weg bin, müssen die Hunde teilweise in Zimmer. Wenn sie dann wieder raus dürfen, freuen sie sich natürlich auch. Aber damit das alles gesittet abläuft, gibt es ein paar Regeln.

      1. geht die Tür nur auf, wenn die Hunde sitzen und nicht bellen (das sollte dein Junghund dann aber in anderen aufregenden Situationen schon gelernt haben).
      2. drehe ich mich einfach weg und bewege mich nicht mehr, wenn der Hund hochspringt und spätestens an der nächsten Tür kommt er ohne mich nicht weiter. Er kommt also nur raus, wenn er unten bleibt und leise ist.

      Ich brauche also überhaupt nichts zu sagen und ich brauche auch keinen Hund runterzudrücken.

      Vergleichbar ist die Situation auch damit, wenn ich nach Hause komme. Meine Hunde freuen sich zwar auch, aber ich mache das ohne großes Theater. Ich ziehe dann zuerst die Jacke aus, hänge die Tasche hin, trinke was, etc. und dann sage ich Hallo. Wie die Begrüßung ausfällt, kann sich ja jeder selbst aussuchen. Meine kleinen dürfen dann auch auf meinen Schoss springen. Meine ältere Hündin bleibt meist eh liegen.

      Action gibt es bei uns dann, wenn wir gemeinsam losgehen oder wenn ich mit meinen Hunden irgendetwas üben möchte und sie dazu auffordere.

      Fazit: Wenn es mein Hund wäre, wäre er nicht im Zwinger. Wenn ich die Situation so hätte, würde ich warten, bis er sich ruhig verhält, bevor ich die Tür öffne und dann kommt es drauf an. Bei so einem jungen Hund würde ich dann erst mal Action machen – aber ohne hochspringen. Es gäbe die Belohnung und das Spiel schon BEVOR der Hund den „Fehler“ macht. Aus seiner Sicht ist es ja ok. Er weiß es nicht besser. Schau immer, dass du die Situation so gestaltest, dass der Hund kaum einen Fehler machen kann.

      Ich brauche fast kein NEIN, ich übe lieber ein Alternativverhalten, das mir besser gefällt.

      Viele Grüße
      Claudia

  3. Mein Partner und ich habe nichts dagegen wenn uns unser Hund zur Begrüssung anspringt. Kann ich ihm beibringen, dass er dies nur bei Fremden, bzw. Freunden und Kollegen nicht darf (Übung mit Freunden und Kollegen) oder wird das für den Hund zu schwierig?

    • Du kannst ihm beibringen, dass er es nur auf ein Signal hin macht und sonst nicht, also z.B. nur dann, wenn du „Komm hoch“ sagst.
      Du darfst das Verhalten dann nur noch belohnen, wenn du zuvor dein Signal gegeben hast, ansonsten drehst du dich kommentarlos weg und gehst.
      Damit das auch bei anderen klappt, müssen die das auch noch üben.

      Einfacher wäre es, er springt gar nicht hoch. Aber jeder ist seines Glückes Schmied. Und wenn einem Kratzer mit den Krallen im Sommer auf nackter Haut gefallen, ist alles gut.

      Viel Erfolg
      Claudia

  4. Hallo,

    vielen Dank schonmal für die tolle Seite. Also meine Labradorhündin ist 14 Wochen alt. Das sie uns (Familie) nicht anspringt haben wir schon super hinbekommen. Nur macht sie es ausnahmslos bei jedem anderen (Freunde, Kinder der Freunde, Nachbarn, fremde Personen usw.). Wie könnte ich versuchen das zu trainieren? Über einen Tip würde ich mich freuen.

  5. Hallo Claudia, auch ich habe einen 19 Wochen alten Goldi-Welpe. Im großen und ganzen klappt schon sehr viel mit unserem Kleinen. Nur wenn ich z.B. mit ihm in den Wald zum Spazieren geh und er seine 5 Minuten bekommt, springt er mich ständig an und beißt in die Kleidung. Ein Aus kann ihn nicht beruhigen und er schaltet dann irgendwie ab. Natürlich werde ich dann immer lauter und er immer aufgedrehter. Ich hab ja nun schon viele Fragen und Antworten hier gelesen. Ein wegdrehen hilft nicht, dann springt er mich von hinten an. Ich hab ihn dann auch schon einmal an den Baum festgebunden bis er sich beruhigt hat. Wie kann ich das abtrainieren, denn bei dem schnellen hin und her sehe ich das ansetzen zum sprung nicht rechtzeitig. Dank für die Antwort schon im Voraus.
    Viele Grüße Petra

  6. Hallo Claudia,

    ich finde die Tipps super und lese auch immer wieder nach, um alles richtig zu machen und doch kommt es immer wieder zu Situationen in denen ich mir nicht sicher bin, was ich machen soll.

    Haben seit einer guten Woche unseren Aussie-Welpen Lee zuhause. Er ist jetzt 10 Wochen alt und eigentlich ganz lieb. Aber er kommt teilweise einfach nicht zur Ruhe. Ich weiß das 20-22 Stunden Schlaf für einen Welpen nötig wären, aber mehr als 16 schafft er nicht.

    Zur Erklärung, er legt sich hin, ich stehe auf, er steht auch auf und bewacht was ich tue. Mittlerweile sitze ich solange auf der Couch und lies deine Tip’s, bis er aufwacht. Das ich somit zu den eigentlichen Sachen nicht komme, naja, Hauptsache er schläft.

    Am Nachmittag, wenn meine Teenager von der Schule kommen wird es dann aber ein Problem immer darauf zu achten, dass er nicht aufwacht. Wir müssen essen, aufräumen, sie möchten mit ihm spielen, aber dabei dreht er immer total durch, auch wenn sie wirklich ruhig mit ihm spielen. Er beißt, springt an ihnen hoch, bellt, knurrt. Aua und vor die Türe, machen wir jetzt seit einigen Tagen fleißig, aber mein Sohn geht der Situation lieber aus dem Weg. Außerdem durch das üben schläft er dann wieder so gut wie gar nicht am Nachmittag.

    Entschuldigung für dieses lange ausheulen, aber hättest du mir einen Rat, was ich besser machen kann? Nach dem schlafen ist er immer soooo lieb. Aber wenn er länger auf ist wird er zum wilden Racker.

    Danke schon mal.

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