Positive Verstärkung

Wie funktioniert Training mit positiver Verstärkung?

Ich muss immer lächeln, wenn ich Artikel von Kritikern lese, die positiv arbeitende Trainer als Wattebäuschchenwerfer bezeichnen und das Training vergleichen mit antiautoritärer Erziehung.

Dabei hat das eine aber auch absolut nichts mit dem anderen zu tun. Wenn man sich die Lerngesetze ansieht, die nun mal für uns Säugetiere gelten – ja, auch für uns Menschen 🙂 -, dann kann man damit jede Art von Training sehr gut erklären.

Und es ist auch klar, dass ein Training über Strafe ebenfalls funktioniert. Es ist sogar so, dass es zunächst mal sehr viel einfacher ist, mit Strafe zu arbeiten, weil man ja augenscheinlich erst mal sehr schnell Erfolg hat. Die Nebenwirkungen sind zwar manchmal nicht so angenehm und dass der Hund sich vielleicht gar nichts mehr traut und auch kein Vertrauen mehr zu seinem Menschen hat, wird oft in Kauf genommen – Hauptsache, er bellt nicht mehr oder tut dies oder jenes nicht mehr.

Dumm ist nur, wenn er sich wehrt oder nach vorne geht. Das bezahlt er dann leider oft mit dem Leben. 🙁

Wenn man mit positiver Verstärkung arbeitet, muss man ein bisschen mehr nachdenken. Denn in diesem Fall wird das belohnt, was man haben möchte. Es wird also etwas trainiert und nicht einfach ein Verhalten unterdrückt.

Das ist sehr unspektakulär und braucht auch häufig etwas länger als ein Verhalten zu unterdrücken. Wenn man als positiv arbeitender Trainer schnelle Trainingserfolge haben möchte, sollte man sein Training gut planen und auch ein gutes Timing haben – also genau zur „richtigen“ Zeit belohnen.

Das ist eine etwas größere Herausforderung als einfach den Hund anzupöbeln, an der Leine zu reißen oder ihn runterzudrücken. Und es hat nichts damit zu tun, dass der Hund tun und lassen darf, was er will.

Ein guter positiv arbeitender Trainer sorgt mit gutem Management und einem guten Trainingsplan dafür, dass der Hund so wenig Fehler wie nur möglich macht. Je weniger Fehler der Hund macht, um so schneller lernt er etwas. Je mehr richtige Versuche er macht, um so zuverlässiger und besser wird sein Verhalten.

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Training mit positiver Verstärkung macht SpaßDas Ziel sollte also immer sein, die Trainingsschritte so klein zu machen, dass der Hund keinen Fehler macht, aber so schnell wie möglich das Verhalten zu bekommen, was man haben möchte. Und ja – da muss man sich schon mal ein paar Gedanken machen. 🙂

Das Schöne daran ist, dass es Spaß macht und dass man sich dabei viel besser fühlt als beim Bestrafen und der Hund fühlt sich ebenfalls viel wohler und kooperiert viel lieber. Es ist sogar so, dass Hunde, die mit positiver Verstärkung trainiert werden, es lieben zu trainieren.

Ich habe in dem Video versucht, das Training über positive Verstärkung auf einfache Art zu erklären. Du darfst es gerne teilen. Ich freue mich auch über Likes und Kommentare.

Claudia Hußmann

Welpenerziehung kinderleicht

One Reply to “Positive Verstärkung”

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