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Was tun, wenn der Welpe an den Kindern hochspringt und sie zwickt?

Welpe springt und zwicktAus der Rubrik: Du fragst – ich antworte

„Ich habe drei Kinder und unsere jüngste Tochter ist sechs Jahre alt. Natürlich lieben die Kinder den Welpen, können aber nicht so recht verstehen, weshalb sie immer an ihnen hochspringt und mit ihren spitzen Zähnchen auch leider mal ins Gesicht schnappt.

Hast du einen ganz konkreten Tipp für mich, wie ich Nova das liebevoll, schnellstens abgewöhnen kann? Vor allem die Jüngste hat schon Angst vor dem Hund, weil sie sie nicht nur anspringt, sondern ihr auch in die Beine zwickt.“

Meine Antwort

Mit diesem Problem stehst du nicht alleine da. Der Welpe tut einfach das, was ein Welpe eben tut. Die Kinder können damit nicht umgehen. Dadurch wird es ein schönes Spiel für den Welpen, und er macht das immer wieder. Für die Kids ist das verständlicherweise überhaupt kein bisschen schön.

Die gute Nachricht ist: Du kannst das Problem mit ein bisschen Üben ziemlich schnell los werden.

So geht es:

  1. Hund und Kind sind nie alleine.
  2. Überlege dir, was der Welpe tun soll
  3. Übe mit dem Welpen
  4. Übe mit Hund und Kind(ern)
  5. Achte auch im Alltag darauf

1 – Hund und Kind sind nie alleine

Diese erste wichtige Regel solltest du nie vergessen. Wenn du kein Auge auf den Welpen haben oder die Situation gerade nicht kontrollieren kannst, sorge dafür, dass der Welpe sicher untergebracht ist.

Eine gut trainierte Hundebox oder ein Welpenauslauf oder auch ein Absperrgitter zu einem anderen Raum können da gute Dienste leisten.

So wird sichergestellt, dass nichts passiert.

2 -Überlege dir, was der Welpe tun soll

Der Welpe kann nicht wissen, dass sein Verhalten deinem Kind weh tut und sogar Angst macht. Mit seinen Geschwistern hat er auch so gespielt. Wie er sich bei Kindern verhalten soll, muss er erst noch lernen.

Dazu musst du wissen, was du möchtest. Was soll dein Welpe TUN?

Das können in verschiedenen Situationen durchaus unterschiedliche Verhalten sein.

Beispiele:

  • Wenn die Kinder durch die Wohnung rennen, soll der Welpe auf seiner Decke liegen bleiben.
  • Wenn die Kinder draußen rumlaufen, soll er sich zu dir orientieren und bei dir ein Leckerli abholen.
  • Wenn er die Kinder begrüßen möchte, soll er sich vor sie setzen und sitzen bleiben.

Du siehst, es gibt viele Möglichkeiten. Vielleicht überlegst du dir ja etwas ganz anderes. Wichtig ist, dass du weißt, was du von deinem Welpen möchtest.

3 – Übe mit dem Welpen

Welpe bleibt brav im HundebettDu weißt, was dein Welpe tun soll? Super, dann hast du den schwierigsten Schritt schon geschafft.

Du kannst allerdings nicht erwarten, dass dein Welpe in deinen Kopf gucken kann und vollautomatisch weiß, was zu tun ist.

Du musst das mit ihm üben. Am besten übst du erst mal ohne die Kids oder andere Ablenkungen, danach kannst du schon mal verschiedene Ablenkungen einbauen und im nächsten Schritt kommen die Kids dazu.

Hier zu erklären, wie du die einzelnen Verhalten üben kannst, würde den Rahmen sprengen. Du findest aber auf diesem Blog eine Menge Anleitungen, die dir helfen.

Hier zeige ich dir zum Beispiel, wie du üben kannst, dass der Welpe auf seinem Platz liegen bleibt.

Übe alles, was dein Welpe später machen soll, bis er das gut kann.

4 – Übe mit Hund und Kids

Wenn dein Welpe weiß, was du von ihm willst, kannst du die Kids dazu holen. Vielleicht ist es anfangs schon genug Ablenkung, wenn sie einfach nur im Raum sind.

Dann können sie sich bewegen. Dann können sie sich schneller bewegen. Vergiss nicht, in verschiedenen Räumen und auch im Garten zu üben. Lobe auch die Kids, wenn sie mitmachen beim Üben.

Geheimtipp: Geschirr und Leine sind übrigens ein fantastisches Hilfsmittel bei dem Training.

5 – Achte im Alltag auf erwünschtes Verhalten

Sorge dafür, dass das neue Verhalten auch im Alltag geübt wird. Nimm den Welpen lieber an die Leine, wenn die Kinder draußen rennen. So kannst du üben, was er tun soll und verhinderst, dass er unabsichtlich wieder jede Menge Spaß hat beim Verfolgen der Kinder.

Damit würdest du dein eigenes Training torpedieren.

Übrigens: Je konsequenter du bist, umso schneller wird das neue Verhalten Gewohnheit und der Welpe macht es einfach so. Geize nicht mit Belohnung für das erwünschte Verhalten. Hunde tun das, was sich lohnt. Sorge dafür, dass sich das „Richtige“ lohnt.

Wie du deinem Welpen das Beißen abgewöhnstNoch ein Tipp

Apropos zwicken. Die Beißhemmung ist nicht angeboren. Sie muss gelernt werden. In meinem Ratgeber „Vom Piranha zum Lämmchen“ zeige ich dir Schritt für Schritt, wie du solche Situationen wie die oben beschriebene meistern kannst.

Du bekommst Tipps, wie du dafür sorgst, dass der Welpe gar nicht erst zu hoch fährt und zu solchen Attacken neigt. Für ein harmonisches Miteinander.

Viel Spaß beim Üben

Claudia

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