3 einfache Tipps, damit dein Hund draußen auf dich achtet

Hast du auch das Problem, dass du im Haus fast keinen Schritt ohne deinen Hund machen kannst, aber draußen bist du dann plötzlich Luft für ihn?

3 Tipps für mehr Aufmerksamkeit auch bei Ablenkung

Ich möchte dir heute 3 Tipps geben, mit denen du dafür sorgen kannst, dass dein Hund draußen mehr auf dich achtet.

  1. Belohne deinen Hund, wenn er zufällig zu dir schaut
  2. Lass ihn links liegen, wenn er sich nicht für dich interessiert
  3. Mache tolle Abenteuer aus euren Gassigängen

Als Podcast

Die heutige Episode steht dir auch wieder als Podcast-Episode zum Anhören zur Verfügung.

Tipp 1 – Belohne deinen Hund, wenn er zufällig schaut

Alle Welpen schauen sich anfangs zu ihren Menschen um und achten darauf, dass dieser nicht verloren geht. Zumindest, wenn der nicht die ganze Zeit irgendwas rufend hinter dem Welpen her läuft. Leider wird diese Rückorientierung häufig gar nicht bemerkt oder als selbstverständlich angenommen.

Für den Welpen bedeutet das: Sich zu seinem Menschen zu orientieren lohnt sich nicht. So werden dieser Rückblicke immer seltener. Und da der Rest der Welt auch interessant ist und man sich dort auch schön ohne seinen Menschen vergnügen kann, ist der Mensch da draußen irgendwann uninteressant. Und wenn der Welpe/Junghund dann auch nur noch gerufen wird, wenn er an die Leine soll oder um ihn von anderen Vergnügungen abzuhalten, steht Mensch irgendwann vor dem Problem, dass der Hund auch darauf nicht mehr reagiert.

Und dann bleibt nur noch, den Hund gar nicht mehr von der Leine zu lassen oder ständig Ärger zu riskieren, weil er vielleicht auch Dinge tut, die für ihn oder den Rest der Welt unangenehm oder gar gefährlich sind.

Deshalb BELOHNE die Blicke deines Welpen zu dir.

Ja, aber….

Ja, ja – jetzt höre ich dich schon:

„Ja, aber ich kann ihm doch nicht für jedes Zurückschauen Leckerli geben!“

Naja, warum eigentlich nicht? Was spricht dagegen, seine Futterration oder zumindest einen Teil davon mit nach draußen zu nehmen und sie ihm dort für genau dieses tolle Verhalten zu geben? Aus meiner Sicht nichts.

Belohnung ist mehr als nur Leckerli

Der zweite Punkt ist, dass viele Hunde in der Situation gar kein Futter wollen. Oft reicht schon eine verbale Bestätigung und dass sie weiter schnüffeln dürfen. Oder ins Wasser springen dürfen. Oder zum Kumpel rennen dürfen. Oder einen Trick zeigen dürfen. Oder oder oder.

Ich nutze die Rückblicke z.B. ganz häufig dafür, dass der Hund, der zu mir schaut, seinen Lieblingstrick machen darf. Oder ein Spielzeug, was ich vorher „verloren“ habe, suchen darf. Vielleicht findet dein Hund es auch toll, ein Stück mit dir zu rennen. Oder ein kleines Zerrspiel mit dir zu machen.

Du siehst schon – es gibt viele verschiedene Möglichkeiten, den Hund zu belohnen. Natürlich findet nicht jeder Hund dieselben Dinge toll. Und vielleicht musst du am Anfang ein bisschen experimentieren, bis du weißt, was dein Hund super findet. Aber genau das macht doch das Leben mit einem Hund so toll und abwechslungsreich.

So mache ich es

Wie sieht also meine Belohnung für einen Rückblick zu mir aus?

Ich BEMERKE, dass mein Hund zu mir schaut. Und ich ANTWORTE ihm und sage ihm, dass ich das super finde und dass er toll ist. Und dann passiert je nach Situation etwas anderes. Kommt der Hund dann zu mir, gibt es häufig ein Leckerli. Bleibt er stehen und schaut weiter erwartungsvoll zu mir, lasse ich ihn häufig einen Trick machen (meine Hunde lieben das). Dreht er sich danach um und schnüffelt weiter, ist das für mich auch okay. Dann ist das Schnüffeln in dem Moment die Belohnung, die er sich ausgesucht hat.

Hat er, bevor er zu mir geschaut hat, zum Wasser geschaut und „fragt“ mich jetzt, ob er rein darf, gebe ich mein okay dafür. Hat er einen anderen Hund gesehen und es ist ein Kumpel, gebe ich mein okay, dass er dort hin läuft. Kennen wir den anderen Hund nicht, rufe ich meinen Hund zu mir und bei mir gibt es eine tolle Belohnung, denn mein Hund ist nicht einfach losgerast.

Es lohnt sich, mit seinem Hund zu kommunizieren anstatt ihn als Befehlsempfänger zu degradieren. Klick um zu Tweeten

Du merkst schon: Es ist eine Kommunikation zwischen dem Hund und mir, die ich je nach Situation ganz unterschiedlich belohnen kann. Wichtig ist, dass die „Frage“ vom Hund beantwortet wird. Also, dass du bemerkst, dass dein Hund sich zu dir orientiert und darauf reagierst.

Tipp 2 – Lass ihn links liegen, wenn er sich nicht für dich interessiert

Dieser Tipp ist für alle, bei denen es leider schon so ist, dass der Hund kaum noch oder gar nicht mehr auf dich achtet.

Die gute Nachricht ist, dass du das wieder ändern kannst!

Mach am besten eine lange Leine (Schleppleine) an das Geschirr (!!!) deines Hundes. So kann er sich nicht einfach aus dem Staub machen. Häufig sieht es so aus, dass die Menschen ständig versuchen, den abgelenkten Hund auf sich aufmerksam zu machen. Es wird ja häufig sogar von Hundetrainern empfohlen, dass man sich zum Clown machen soll.

Du brauchst dich für deinen Hund nicht zum Clown machen. Du musst ihn nur im richtigen Moment belohnen. Klick um zu Tweeten

Belohne nicht die Unaufmerksamkeit durch deine Aufmerksamkeit

Das Blöde daran ist, dass er Hund – auch ohne nur ansatzweise in deine Richtung zu schauen – immer hört, dass du noch da bist. Außerdem wird er auch noch für seine Unaufmerksamkeit belohnt. Denn wenn er dann endlich mal zu seinem Menschen schaut oder sich bequemt zu kommen, wird er ganz häufig belohnt. Er hat ja das getan, was er sollte. Stimmt, nur blöderweise belohnst du auch mit, dass er unaufmerksam war.

Probier es doch mal anders: Wenn dein Hund sich für alles interessiert, nur nicht für dich, lässt du ihn auch links liegen. Allerdings kommt er auch nicht zu spannenden Schnüffelstellen oder ins Wasser oder was immer ihm gefällt. Das verhinderst du mit der Leine. Halte sie einfach nur ruhig fest. Ich stelle mich gerne drauf oder laufe auch mal drauf, bis ich näher beim Hund bin.

Und jetzt WARTEST du. Sage nichts, rufe nicht, winke nicht mit Spielzeug oder Keksen, schnalze nicht mit der Zunge, zuppel nicht an der Leine. Warte einfach still. Aber beobachte deinen Hund aus den Augenwinkeln. Denn ab heute beginnst du, die kleinste Orientierung zu dir zu feiern. ==> Du siehst schon, hier kommt Tipp 1 zum Tragen!

Mach Party! Überrasche deinen Hund! Zaubere da draußen plötzlich sein Lieblings-Spieli hervor oder packe Rinder-Tartar aus. Oder renn mal ein Stück mit deinem Hund oder oder oder. Er muss wirklich merken, dass es sich lohnt, ich zu dir zu orientieren.

Und – das ist WICHTIG!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!

Du machst das NICHT, DAMIT er sich zu dir orientiert, sondern du machst das, nachdem er sich zu dir orientiert hat. Genau anders herum, als du es bis jetzt gemacht hast. Jetzt ist dein Hund mal an der Reihe, den ersten Schritt zu machen. Und dafür gibt es die Belohnung.

Warum die Schleppleine?

Wenn dein Hund gelernt hat, sich nicht mehr an dir zu orientieren, wird es am Anfang nur wenige Momente geben, wo er sich vielleicht mal ganz kurz zu dir umdreht. Wenn er nicht an der Leine ist und sich einfach ohne dich vergnügt, wirst du es schwer haben, einen Schritt in die Tür zu bekommen. Die Leine dient einfach nur, damit dein Hund sich nicht selbständig machen und dich da einfach stehen lassen kann.

Du sollst ihn damit weder rucken noch angeln. 🙂

Du brauchst dich aber auch nicht durch die Gegend ziehen zu lassen. Du kannst einfach stehen bleiben und NICHTS machen, wenn dein Hund einfach drauflos zieht. Ganz bestimmt wird er sich dann auch mal kurz umdrehen.

Verpasse DIESEN MOMENT nicht.

Party!!!!!!!! Du weißt schon. Es muss sich lohnen, sich zu dir zu orientieren.

Alles klar? – Dann viel Spaß beim Ausprobieren.

Tipp 3 – Mache tolle Abenteuer aus euren Gassigängen

Häufig sehe ich Menschen mit ihren Hunden durch die Gegend laufen, wo ich mir denke: Wenn man das andere Ende austauscht, würde es keiner von beiden mitbekommen. 🙁

Der Vierbeiner macht sein Ding und der Zweibeiner macht sein Ding. Und sie kommen nur wieder gemeinsam Zuhause an, weil sie mit einer Leine verbunden sind und nicht jeder seines Weges gehen kann.

Deshalb mein dritter Tipp: Gassigänge sollten Spaß machen!

Klar geht man auch einfach mal schnell eine Runde um den Block, damit der Hund schnell nochmal machen kann. Da muss man ja auch keinen Staatsakt draus machen. Und das kann man nach wie vor so machen.

Aber wenn du mit deinem Hund los ziehst, pack doch mal Futter ein oder Spielzeug oder schau dich um, was es unterwegs an spannenden Möglichkeiten für gemeinsame Aktivitäten gibt. Und dann mach aus diesen Gassirunden kleine Abenteuerspaziergänge.

Gassi gehen soll Spaß machen. Mach doch kleine Abenteuerspaziergänge aus deinen Gassirunden. Klick um zu Tweeten

Abwechslung macht Spaß

Und wenn du deinen Hund unterwegs nur immer mal wieder eine kleine Übung machen lässt. Oder ihn mal auf einem Baumstamm balancieren lässt. Oder über einen Stamm springen lässt. Oder Futter versteckst und suchen lässt. Oder neue Tricks mit ihm übst. Oder einfach mal mit ihm auf einer Bank sitzt und ihr gemeinsam in die Gegend schaut. Oder oder oder oder.

Unsere Gassirunden sind immer tolle Abenteuer und wir erkunden gemeinsam die Welt. Ich schaue auch mal nach, wenn alle meine Hund sich etwas anschauen, was da wohl spannendes sein mag. Oder wir gehen zusammen ins Wasser und plantschen dort herum, wenn es heiß ist. Oder wir nutzen Bäume zum Umrunden oder als Versteck-Bäume. Oder es gibt das Futter einfach mal auf der Wiese verstreut zum Suchen. Oder meine Hunde dürfen einen Gegenstand suchen, den ich unterwegs „verloren“ habe.

Was ich damit sagen möchte: Wir laufen nicht nebeneinander her, als würden wir nicht zusammen gehören, sondern wir gehen gemeinsam los, um zusammen tolle Dinge zu erleben.

Erlebe unterwegs mit deinem Hund gemeinsam spannende Dinge. Klick um zu Tweeten

Überleg doch mal, was deinem Hund Spaß macht und was ihr unterwegs alles machen könntet!

Keine Idee? Bei dir klappt das nicht?

❓ Du weißt nicht so recht, wie genau du die Tipps umsetzen sollst?

❓ Oder du hast es probiert, aber irgendwie läuft etwas falsch und es klappt nicht so recht?

❓ Du würdest gerne mal sehen, wie das aussieht?

❓ Und am liebsten wäre dir eine Schritt-für-Schritt-Anleitung?

Dann habe ich eine gute Nachricht für dich!

Die ultimative Aufmerksamkeits-Challenge

2017 habe ich die Challenge LIVE mit über 1000 Teilnehmern durchgeführt. Das war ein Riesenspass und es gab sensationelle Erfolgsmeldungen.

Und der ein oder andere hat mich gefragt: Machst du die Challenge nochmal?

So viel Spaß die Challenge auch gemacht hat, für mich war es auch eine ganz schöne Herausforderung. Eigentlich war ich 5 Tage lang ständig „ON“. Bestimmt weißt du, was ich meine. Und deshalb habe ich jetzt einen anderen Weg gefunden, dir die Challenge zur Verfügung zu stellen. Ich habe einen kleinen Kurs daraus gemacht. 🙂

Das hat den Vorteil, dass du jederzeit einsteigen und sofort loslegen kannst.

Und mit den Aufzeichnungen der LIVE-Videos aus der damaligen Challenge kommt so ein bisschen Challenge-Fieber auf!

Es geht ja sowieso nicht darum, dass der eine es besser oder schneller oder länger oder weiß ich was kann. Es geht ja einzig darum, dass DEIN Hund mit Hilfe der lustigen Spiele aufmerksamer auf dich wird. Und das wird er sein. Zumindest, wenn du die Tipps alle befolgst und die Aufgaben auch wirklich durchführst.

Wie kannst du teilnehmen?

Du findest den Kurs in meinem Kurs-Shop oder du klickst einfach hier auf den Button. 🙂

Ich wünsche dir viel Spaß und einen aufmerksamen Hund

Claudia

P.S.: Wenn auf meiner FB-Fanpage die 3.000er-Marke gesprengt wird, gibt es noch eine Überraschung!!! Du bist noch kein Fan? Dann aber los.

Update vom 14.7.2018 – 3.000 Fans bei Facebook

DANKE! DANKE! DANKE! – Ihr seid so klasse. Ich freue mich grad total. Und deshalb kommt hier auch gleich mein Geschenk für so tolle Fans.

Bis zum 31.7.2018 bekommst du mit DIESEM LINK den Zugang zur Aufmerksamkeits-Challenge KOSTENLOS!

Aber es gibt nur 3.000 Gutscheine. Wenn die schon vor dem 31.7. weg sind, ist der Spaß vorbei. 🙂

Deshalb buche am besten sofort und starte damit, dass auch dein Hund viel mehr auf dich achtet.

 

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One Reply to “3 einfache Tipps, damit dein Hund draußen auf dich achtet”

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